Historie-Geschichte

Die Vereinsgründung

An Pfingstmontag, beim Stroh Jäb in der guten Stubb,saßen junge Männer, um zu gründen einen Fußballclub.

Es war 1946, und nach des Krieges Last und Pein,

wollte man wieder froh und glücklich sein.

Fußball spielen ist nicht schwer,

doch wo kriegt man nur die Schuhe her,

dachten sie so vor sich hin

und hatten gleich was schon im Sinn.

Wenn gar dunkel ist die Nacht,

und der Mond vom Himmel lacht,

schleichen wir uns auf das Feld,

das zur Saat ist gut bestellt,

und werden dann Kartoffeln stehlen,

denn an Fußballschuhen darf’s nicht fehlen.

Ja, Fußballspieler sind nicht dumm,

klauten dann im ganzen Feld herum,

und mit Kartoffeln und etwas Schmalz,

ging es dann ab in die Pfalz.

Mit den neuen Fußballschuhen dann,

fing der Spielbetrieb nun endlich an.

Fußballtrikots waren auch schon da,

was von Hitlerfahnen noch übrig war.

Stolze 60 Jahre sind nun vergangen,

seit der FC Wadrill hat angefangen.

Heute gilt es denen zu danken, die Kartoffel klauten

und den Fußballclub Wadrill aufbauten.

Chronik des FC Wadrill 1946 e.V.

 

 

Gründung Pfingstmontag 1946, Genehmigung zum Spielbetrieb erfolgte durch die franzö-sische Militärregierung im Juli 1946.

Ein erster Sportplatz (40 x 80 Meter) wurde an der Sitzerather Strasse hergerichtet. Der Spielbetrieb begann 1947 in der 2. Kreisklasse Wadern.

1. Meisterschaft im Spieljahr 1948/49.

Dezember 1949 – Einstellung des Spielbetriebes in der höheren Klasse wegen Geldmangels. Eine Neuanmeldung erfolgte zur Saison 1951/52, die sogleich mit der 2. Meisterschaft abgeschlossen wurde, allerdings nach einem Entscheidungsspiel in Nunkirchen gegen Lockweiler (2:1-Sieg).

Die dritte Meisterschaft durfte 1955/56 gefeiert werden, ebenfalls nach einem Entschei-dungsspiel in Büschfeld gegen Thailen, das 4:3 gewonnen wurde. Ein neuer Sportplatz mit ordentlichen Maßen wurde 1958 etwa 500 Meter unterhalb des alten errichtet, abgerundet wurde die Sportanlage mit dem Bau eines Clubheimes 1965. Doch die Mannschaft stieg zuvor 1962 in die neugeschaffene C-Klasse Wadern ab.

 

Die vierte Meisterschaft wurde dann 1965/66 gefeiert, verbunden mit dem Aufstieg in die B-Klasse Hochwald. 1973/74 wurde die Vizemeisterschaft in dieser Spielklasse errungen, die ein Entscheidungsspiel (Neueinteilung der Klassen in 16er Ligen) gegen den Vizemeister der B-Klasse Saar, FV Schwarzenholz, um den Aufstieg in die damalige A-Klasse Westsaar erforderlich machte. Wadrill siegte 2:1 nach Verlängerung und gehörte bis zum Spieljahr 1987/88 dieser Spielklasse (zwischenzeitlich Umbenennung in Bezirksliga West) an, denn mit der fünften Meisterschaft 1988 wurde zugleich der Aufstieg in die Landesliga Südwest geschafft. Zuvor wurde 1980/81 eine neue Sportanlage mit Clubheim mitten im Dorf „Im Schützenborn“ neu gebaut.

Zwölf Jahre gehörte der FCW der zweithöchsten Spielklasse im SFV an, dann ging es abwärts, im Jahre 2000 in die Bezirksliga West, in 2002 in die Kreisliga A Hochwald. Nach zweijähriger Konsolidierung kam die Trendwende. Im Spieljahr 2003/04 erfolgte die sechste Meisterschaft nach einem 2:1-Sieg im Entscheidungsspiel vor stattlicher Kulisse in Noswendel gegen den SV Bardenbach, nachdem beide Mannschaften die Saison mit 72 Punkten punktgleich abgeschlossen hatten.

Die gute fußballerische Leistung war ebenso ein Garant für den Erfolg, wie der ein Jahr zuvor (2003) in gänzlicher Eigenleistung umgebaute Hartplatz in eine Rasensportanlage mit Kleinfeld. Die Einweihung erfolgte mit den ersten Meisterschaftsspielen der Saison 2003. Zusätzlich wurde das Clubheim vollständig renoviert, so dass der FC Wadrill heute zusammen mit einem weiteren Rasen-Kleinspielfeld über eine seiner Spielklasse entsprechende schmucke Anlage verfügt. Das erste Jahr der Wiederzugehörigkeit zur Bezirksliga West wurde mit dem zehnten Platz abgeschlossen. Im Jahre 2006, das Jahr der Fußballweltmeisterschaft in Deutschland, feierte der FC sein 60-jähriges Vereinsbestehen, ebenso groß wie die Jubiläen in 1986 und 1996.

 

Doch damit endete die erfolgreiche Zeit beim FC Wadrill noch lange nicht. Die nächste, zugleich siebte Meisterschaft ließ nicht lange auf sich warten. Diese war sicherlich nicht anvisiert, war aber das Ergebnis einer kontinuierlichen Leistung in der Saison 2007/2008.

Unter dem Trainerduo Stephan Trampert/Bernd Scherer war der Aufstieg in die Landesliga Südwest gelungen. Das erste Spieljahr in der neuen (alten) Liga wurde mit Platz zehn abgeschlossen. Dieser Platz reichte, um im Zuge einer Neuordnung der Ligen innerhalb des SFV, in der Landesliga zu bleiben. Allerdings hätte eine bessere Platzierung sogar der Aufstieg in die Verbandsliga bedeutet. Es folgten erstmals beim SFV 18er-Ligen in allen Klassen, die für Verwirrung im Saarfußball sorgten und auch in den Folgejahre gab es ein Auf und Ab, wiederum zum Leidwesen der Vereine.

Nach dem Ende der Saison 2010/11 erfolgte für uns die Rückstufung in die Bezirksliga Merzig-Wadern.

Es folgte im Sommer 2011 die Gründung der Spielgemeinschaft mit dem SV Löstertal. Mit neuem Partner und neuem Mut wurde die erneute BL-Saison mit dem sechsten Platz abgeschlossen.

Diese reichte, um erneut in die Landesliga, diesmal West „aufzusteigen“. Sportlich erfolgreich war dieses erste Landesligajahr auch, denn am Ende stand unter dem Spielertrainerduo Rene Kläser/Heiko Kaiser der 6. Platz zu Buche.

am Ende der Saison 2013/2014 steht der Abstieg aus der Landesliga West. Die Spielgemeinschaft mit Löstertal muss aufgelöst werden, da Löstertal keinen Vorstand mehr zusammen bekommt. Saison 2014/2015 spielt die 1.Mannschaft in der Bezirksliga Merzig/Wadern.